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Sie können es gerne essen, ohne dass Ihnen davon komisch würde, denn jedes Fleisch, dass beim Schlachter vom Fleischbeschauer den Gütestempel bekommt, ist theoretisch für den menschlichen Verzehr geeignet. Insofern ist es völlig unnötig, das eigens zu betonen. Aber wir verwenden in den Huhn-Dosen auch Karkassen für den Kalziumbedarf, und nicht jeder isst gerne geschreddertes Hühnerskelett. Wir verwenden Innereien, die viele Menschen heutzutage nicht mehr essen mögen, die für Hunde aber sehr gesund sind. Pansen – was in Italien als „Kutteln“ als Delikatesse gilt – kriegt hierzulande auch kaum einer herunter.

Die Zusatzstoffe sind enthalten, damit unser Futter gesund und ausgewogen ist. Es ist tatsächlich nicht möglich, ein Dosenfutter ohne Zusatzstoffe wie Öle, Vitamine, Minerale und Spurenelemente herzustellen: Die meisten Vitamine sind nicht hitzebeständig, das heißt, sie überleben den Kochprozess in der Dose nur zu einem sehr geringen Teil. Deshalb wird genau ausgerechnet, welche Vitamine gewissermaßen „überdosiert“ hinzugefügt werden müssen, um den Bedarf von Spurenelementen eines Hundes zu decken. Jod muss ebenfalls hinzugefügt werden, denn es ist weder im Wasser, noch im Fleisch enthalten.

Wir fügen nur so gerade so viel Wasser zu unserem Futter hinzu, wie notwendig ist, dass die Masse sich vermengen und binden kann. Dadurch sind Sorten, die geflockte Hirse oder Amaranth enthalten, beinahe schnittfest – aber Sie brauchen weniger Futter als bei Sorten, die bis zu 30% aus Wasser (bzw. „Brühe“) bestehen.

Man kann nicht alle Zusatzstoffe in einen Topf werfen. Es gibt Zusatzstoffe, die wir nicht mögen, wie technologische Zusatzstoffe (z.B. Konservierungsstoffe, Antioxidantien und Geliermittel),  sensorische Zusatzstoffe (wie Farb- und Aromastoffe). Aber dann existieren auch absolut sinnvolle Zusatzstoffe, etwa die „zootechnischen Zusatzstoffe“, wie z.B.  Verdaulichkeits-fördernde Zusatzstoffe oder Darmflora-Stabilisatoren, und – für unsere Hunde lebenswichtig! – die ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe. Dazu gehören alle Vitamine, Provitamine und Spurenelemente (wie Kupfer, Zink, Mangan, Jod, Eisen, Selen, die Vitamine A, D, E und die B-Vitamine). Mineralstoffe – also Kalzium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Kalium – fallen übrigens nicht unter die Zusatzstoffe.

Es gibt acht verschiedene ÖkoHandelsmarken und sechs verschiedene Anbauverbände. Leider dürfen die Richtlinien der unterschiedlichen Verbände nicht „gemischt“ werden, das ist der deutschen Bürokratie geschuldet. Wer also beispielsweise unter dem Demeter-Siegel arbeitet, darf nicht eine einzige Zutat einsetzen, die nicht aus Demeter-Anbau stammt – sonst darf das Demeter-Siegel nicht verwendet werden.
Unser Fleisch stammt ausschließlich von Höfen mit Bioland-Siegel. Aufgrund der saisonalen Anbau- und Marktlage ist es aber nicht möglich, alle anderen Zutaten immer zum richtigen Zeitpunkt unter den jeweiligen Bio-Siegeln zu bekommen, weil gerade saisonale Produkte nicht immer verfügbar sind Wir können beispielsweise schlicht keine Bioland-Bananen bekommen – gleichzeitig sind Bananen aber für bestimmte Rezepturen/Stoffwechselvorgänge wichtig und für einige unserer Rezepturen aber wichtig. Lachsöl und Lebertran gibt es  überhaupt nicht in Bio-Qualität, muss aber dem Futter aufgrund der essentiellen Nährstoffe und Fettsäuren unbedingt hinzugegeben werden. 
 
Wir sind u.a. davon abhängig, was der Markt hergibt. Es gibt zu wenig Bio-Anbau in Deutschland, weil es nicht genug Platz dafür gibt. 
Sich den ganz strengen Bio-Siegeln anzuschließen ist in der Hundefutterproduktion also schlicht nicht möglich, wenn man nicht andauernd Dosen aussetzen oder Etiketten austauschen möchte – was niemand bezahlen könnte. 

Sie müssen nichts mehr hinzufügen. Leyens Hundefutter ist ein Alleinfuttermittel, das bedeutet, dass es so zusammen gesetzt sein muss, dass es den kompletten täglichen Nährstoffbedarf des Hundes deckt, so dass der Hund im Laufe seines Lebens weder Mangelerscheinungen, noch  Vergiftungen bekommt. Der Hund hat einen bestimmten Nährstoffbedarf, und der muss in einem Alleinfuttermittel gedeckt sein.

Der Hund ist über einen Zeitraum von mindestens 40 000 Jahren zum treuen vierbeinigen Gefährten und Arbeitskollegen des Menschen geworden. Durch Domestikation und schließlich gezielte Zucht hat sich der Hund so weit verändert, dass die Verwandtschaft zum Wolf kaum noch zu erkennen ist: Die Gebisse haben sich verändert, die Größe, das Haut- und Fellwachstum sowieso, vor allem die Energiebedürfnisse sind vollkommen anders als die des Wolfes. Der Wolf legt in freier Wildbahn täglich bis zu 50 Kilometer oder mehr zurück, während der Spaziergang des Familienhundes nur selten weiter als sieben, acht Kilometer reicht. Der Wolf geht in einer großen Gruppe jagen und frisst dann vom erlegten Tier so viel, wie er schafft – ca. 3 bis 4 Kilo! –, während der Hund ähnlich wie der Fuchs jagt: Alleine,  wobei  mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt konsumiert. Bei einer Futtermenge von 3–4 kg würde der Hund beim nächsten Gang um den Block eine Magendrehung bekommen.  

Domestikation ist ein tiefgreifender, genetisch verändernder Prozess. Nicht nur, dass es keine einzigen der Wolfsarten mehr gibt, die ursprünglich domestiziert wurden. Auf dem Weg vom Wolf zum Hund hat sich sehr vieles verändert, das genetisch angelegte Aggressionsverhalten,  sogar die Möglichkeit unterschiedlicher Gesichtsausdrücke hat sich im Laufe der Domestikation gewandelt: Der Wolf verfügt über etwa 38 verschiedene Gesichtsausdrücke, der Hund über fünf.

Der Hund ist noch immer entfernt verwandt mit dem Wolf, aber mittlerweile sind die beiden organisch so unterschiedlich, dass man sie nicht mehr im Sinne der “gleichen Art” miteinander  vergleichen sollte.

Auch der Verdauungsmechanismus ist mittlerweile nicht mehr der gleiche – nicht einmal die Länge des Darms lässt sich vergleichen, denn die variiert in der Verhältnismäßigkeit bereits zwischen großen und kleinen Hunden.

Eine Evolutions-Studie von der Universität in Uppsala in Schweden belegt, dass Hunde und ihre Ernährungsweise sich gleichzeitig mit der des Menschen evolutionär entwickelt und verändert haben. Das ist kein Wunder, denn der Hund lebt seit Jahrtausenden eng mit Bauern zusammen, bei denen vornehmlich Getreide und Stärke auf dem Speiseplan standen – Fleisch war ein wertvolles Gut, das nicht den Hunden zum Fraß vorgeworfen wurde: Sogar aus Schweinefüßen wurde Suppe gekocht. Fleisch war noch nie so billig zu haben wie heute in Zeiten der Massentierhaltung.

Der Hund hat sich im Laufe der Evolution bestens an die Ernährung des Menschen angepasst. Die Forscher fanden heraus, dass Hunde Kohlenhydrate und pflanzliche Nahrung deutlich besser verdauen können als der Wolf. Beim Hund wurden 30 Kopien des Gens entdeckt, das die Aufspaltung von Stärke im Verdauungstrakt beginnt, während Wölfe dagegen nur über zwei dieser Gene verfügen. Eine bestimmte Variante jenes Gens, das für den weiteren Abbau der Stärke notwendig ist, fanden die Wissenschaftler sogar ausschließlich bei Hunden.

Ein Wolf würde auf Dauer bei einer Ernährung mit einem Anteil von z.B.  50% Fleisch & 50% Kohlehydrate nicht überleben können. Der Hund ist – anders als der Wolf – keineswegs in erster Linie ein Fleischfresser. Das bedeutet keinesfalls, dass man seinem Hund ab heute nur noch Reisbrei zu fressen geben darf. Es heißt aber, dass zu einer ausgewogenen, hochwertigen Ernährung des Hundes eine maßvolle Energieversorgung mit weniger Fett und mehr Eiweißgehalt gehört und ein ausgewogenes Verhältnis von Fleisch, Getreide und Gemüse.

Es gibt ein Zitat  von dem Arzt Paracelsus von Hohenheim: „Alle Dinge sind Gift und nichts ist ohne Gift, allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist“. Auch in Bezug auf die verwendeten Fettsäuren bedeutet dies, dass ihre Wirkung von der Konzentration abhängig ist. Wir verwenden in unserem Hundefutter eine Kombination aus Leinöl und Sonnenbumenöl, denn Leinöl enthält von allen Speiseölen den höchsten Omega 3-Gehalt, während Sonnenblumenöl besonders reich an Omega 6 ist. Diese Kombination ist sehr wichtig, den sie wirkt ausgleichend. Omega 3-Fettsäuren senken Entzündungswerte. Die Omega 6-Fettsäuren dagegen können – wenn sie allein und im Übermaß verzehrt werden – dem Körper schaden, indem sie Gefässe verengen und Entzündungen fördern.

Ein Mangel an Omega 6-Fettsäuren ist mindestens so schädlich wie es eine Überdosierung wäre. Bei Menschen kann sie durch eine überwiegende Ernährung von Fleisch und Fisch aus Mastbetrieben (in denen vor allem Sojaprodukte gefüttert werden), übermäßigen Verzehr von Backwaren aus Weizen, Roggen, Soja und Mais, Fertignahrung mit Industriemargarine, etc. zustande kommen. Bei Hunden ist das natürlich nicht so. Ein Mangel an Omega 6-Fettsäuren führt zu Haut-, Haar- und Krallenproblemen, Fettleber, Nierenversagen, trockene Augen, Hyperaktivität, Depressionen, reduzierter Hormonproduktion, Immunsystemproblemen, schlechter Wundheilung, Arthritis und Arthrose, Wachstumsstörungen, Herz- und Kreislaufproblemen, Nahrungsmittelempfindlichkeiten (sehr häufig, gerade heutzutage!), Wachstumsstörungen, etc. Die Kombination macht den Unterschied. Eine Überdosierung unserer Hunde durch Sonnenblumenöl im Futter ist unmöglich.

Wenn man den Gesetzestext einfach so liest, bekommt man den Eindruck, dass alle K3-Stoffe Abfall und Gift sind. Tatsächlich greifen Gesetze aber immer ineinander und sind nicht 1:1 zu verstehen.

Grundsätzlich wird jede Sorte Fleisch in dem Augenblick, in der sie an einen Hundefutterhersteller adressiert wird, automatisch zu K3-Material – auch wenn es Kalbsfilet ist.

Minderwertiges Fleisch“, wie es im Gesetzestext zu K3-Stoffen aufgelistet wird, ist Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr geeignet ist. Es ist aber kein Gammelfleisch! Zu „minderwertigem Fleisch“  gehört z.B. Stichfleisch, Brühlunge, Blättermagen oder grüner Pansen – für unsere Hunde völlig unbedenklich und sogar sehr köstlich und nährstoffreich.

Überlagertes Fleisch“ ist solches, dessen Haltbarkeitsdatum soeben abgelaufen ist. Es ist die Frage, ob man das lieber wegwerfen sollte, obwohl man den Hund davon wunderbar ernähren kann, ohne ihm dadurch gesundheitlichen Schaden zuzufügen – immerhin hat ein anderes Tier dafür sein Leben gelassen.

Ohren, Horn, Haar, Federkiele etc. werden eigens ausgewiesen, damit man sie im Fachhandel als Kauartikel kaufen darf – sonst wäre das nämlich verboten.